Stimmen von Alumnis

Auf der folgenden Seite findet Ihr Einblicke von ehemaligen Studierenden unseres Masters Umweltpsychologie/ Mensch-Technik-Interaktion über ihre Tätigkeiten in umweltpsychologischen Bereichen.

 

Lena Chmielewski (Jahrgang 2017)

1. Wo und in welcher Position arbeitest du aktuell?

Ich arbeite beim Umwelt- und Gartenamt der Stadt Kassel in der Abteilung Freiraumplanung sowie Umweltplanung – Klimaschutz. Dort arbeite ich im Bereich Umwelt-/Klimakommunikation sowie Umweltbildung.

2. Inwiefern nutzt du in deiner Tätigkeit Wissen oder Fähigkeiten aus dem Master?

Bei meiner Arbeit setze ich konkrete Umwelt- und Klimaschutz-Maßnahmen mit umweltpsychologischen Aspekten in der Praxis um. Das beinhaltet zum Beispiel die Konzeption und Umsetzung einzelner Maßnahmen wie dem Klimaschutzpreis der Stadt, die Anwendung von Bürgerbeteiligungsverfahren sowie die Durchführung von Naturerfahrungs- und Umweltbildungsangeboten.

 

Charlotte Schmid (Jahrgang 2019)

1. Wo und in welcher Position arbeitest du aktuell?

Ich arbeite am artec Forschungszentrum Nachhaltigkeit der Universität Bremen als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt "Q4Q - Quartier für Quartier: Alternativen zum Erdgas und die Zukunft der Gasverteilnetzte im Rahmen der kommunalen Wärmewende". Es ist ein interdisziplinäres Verbundforschungsprojekt mit verschiedenen Projektpartnern in ganz Deutschland. 

 Meine Kollegin und ich untersuchen dabei, welche Zielgruppen besonders von der Wärmewende betroffen sind und wie man diese besser unterstützen kann, um die Wärmewende sozial gerechter zu gestalten. Dazu führen wir qualitative Interviews mit kommunalen Akteuren und Fokusgruppen mit Verbraucher*innen durch. Unserer Erkenntnisse versuchen wir in Form von Berichten, Vorträgen und auch Workshops direkt an die Entscheidungsträger*innen in den Kommunen weiterzugeben.

2. Inwiefern nutzt du in deiner Tätigkeit Wissen oder Fähigkeiten aus dem Master?

Einerseits helfen mir die theoretischen Inhalte zum umweltfreundlichen Verhalten besser zu verstehen, warum Menschen sich für oder gegen eine Modernisierung ihres Gebäudes entscheiden und an welchen Hebeln man ansetzen könnte, um diese Entscheidung zu beeinflussen. Auch die Inhalte und Projekte zu Partizipation aus dem Master kann ich direkt in unseren Fokusgruppen und Workshops anwenden: Einerseits bei der Gestaltung der Workshops an sich, andererseits aber auch um mit den Verbraucher*innen darüber zu sprechen, wie Beteiligung für sie aussehen könnte, um an der Wärmewende teilhaben zu können. Zuletzt wende ich eigentlich täglich mein methodisches Wissen (Recherche, Forschungsdesign, Datenerhebung- und Auswertung, wissenschaftliches Schreiben usw.) an, um gute wissenschaftliche Arbeit zu leisten.

 

Marie L. (Jahrgang 2018)



1. Wo und in welcher Position arbeitest du aktuell?

Ich arbeite als Wissenschaftliche Mitarbeiterin für eine Abgeordnete im Bundestag. Sie sitzt für die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen im Verkehrsausschuss und ich betreue die Themen Rad- und Fußverkehr und Elektrokleinstfahrzeuge.

2. Inwiefern nutzt du in deiner Tätigkeit Wissen oder Fähigkeiten aus dem Master?

Das Thema Akzeptanz von politischen Maßnahmen ist in meinem Arbeitsalltag natürlich sehr präsent. Ebenso die Frage, inwieweit politische Rahmenbedingungen notwendig sind, um umweltfreundliches Verhalten, wie zum Beispiel Radfahren, zu fördern. Und ich nutze sehr häufig Fähigkeiten des wissenschaftlichen Arbeitens, da ich viele unterschiedliche Quellen heranziehe und aufbereite.

 

Lennart Victor (Jahrgang 2016) 

1. Wo und in welcher Position arbeitest du aktuell?  

Ich arbeite als Klimaschutzbeauftragter (Klimaschutzmanager) in einer Stadtverwaltung, genauer für die Stadt Haldensleben. Die Aufgabe ist, obwohl sie sehr theoretisch klingt, tatsächlich sehr abwechslungsreich, da Klimaschutzmaßnahmen direkt umgesetzt werden und dies in allen relevanten Handlungsfeldern, z.B.

·         Mobilität – z.B. Umgestaltung des kommunalen Fuhrparks,

·         Wohnen und Heizen – z.B. Reduzierung des Energieverbrauchs in Schulen,

·         Erneuerbare Energie – Ausbau von Photovoltaik auf kommunalen Dächern.

Man hat viel Handlungsspielraum, kann sehr eigenverantwortlich arbeiten und verschiedene Projekte konzipieren und umsetzen.

2.  Inwiefern nutzt du in deiner Tätigkeit Wissen oder Fähigkeiten aus dem Master?

Für meine Tätigkeit hat der Master gute Grundlagen gesetzt, um sich mit klimaschutzrelevanten Themen zu beschäftigen und deren Wirksamkeit abzuschätzen. Außerdem ist der Fokus auf Kommunikation für mich entscheidend, da Klimaschutzmaßnahmen nur mit anderen umgesetzt werden können und dafür viel Kommunikation mit unterschiedlichen Akteuren und eine stetige Netzwerkarbeit notwendig ist.

 

Lukas Engel (Jahrgang 2021)

1. Wo und in welcher Position arbeitest du aktuell?

Ich arbeite aktuell als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Basel. Im Rahmen meiner Promotion beschäftige ich mich damit, wie System- und Klimamodelle besser psychologische Erkenntnisse berücksichtigen können.

2. Inwiefern nutzt du in deiner Tätigkeit Wissen oder Fähigkeiten aus dem Master?

In meiner wissenschaftlichen Tätigkeit greife ich häufig auf Gelerntes aus dem Masterstudium zurück; sei es bei der Entwicklung von umweltpsychologischen Fragebögen, dem Design von Verhalteninterventionen zur Förderung umweltschonenden Verhaltens oder der Auswertung komplexer Daten aus verschiedenen Ländern. Sowohl die umweltpsychologisch-inhaltliche als auch die methodische Ausbildung haben mir den Einstieg in die Promotion erleichtert und bereichern auch darüber hinaus meine Forschung.

 

Nicolas Neef (Jahrgang 2019)

1. Wo und in welcher Position arbeitest du aktuell?

Mittlerweile arbeite und promoviere ich an der Universität Hohenheim als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet für Nachhaltige Entwicklung und Wandel unter der Leitung von Prof. Dr. Siegmar Otto (Universität Hohenheim, Stuttgart). Außerdem bin ich ehrenamtlich als Jungmitgliedsvertreter im Vorstand der Fachgruppe Umweltpsychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs), als stv. Jungmitgliedsvertreter im Vorstand der DGPs sowie als Mentor für unbegleitete Geflüchtete beim AGDW e.V. in Stuttgart tätig.

2. Inwiefern nutzt du in deiner Tätigkeit Wissen oder Fähigkeiten aus dem Master?

Ich nutze täglich als Jungwissenschaftler die wissenschaftlichen Kompetenzen, die ich während meines Masters in Magdeburg erworben habe. Darüber hinaus setze ich meine psychologischen Kenntnisse auch bei der Arbeit mit unbegleiteten Geflüchteten ein. Außerdem unterstützen die Universität Magdeburg allgemein und der Studiengang im Speziellen explizit Auslandsaufenthalte. Ich konnte so über ERASMUS+ nach Trondheim (Norwegen). Noch heute profitiere ich sehr von den Kontakten, die ich dort an der Universität knüpfen konnte.

 

Caroline Verfürth (Jahrgang 2015)

1. Wo und in welcher Position arbeitest du aktuell?

Ich arbeite als Lecturer (ich glaube das entspricht einer Juniorprofessur) an der Cardiff University in Großbritannien. Ich habe nach meiner Promotion in Sheffield (UK) erst als Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Postdoc) in einem Forschungsprojekt gearbeitet und u.a. auch in der walisischen Regiering. Seit 2024 bin ich in der Business School angestellt und forsche viel zu Sustainable Food Systems und Lebensstilen.

2. Inwiefern nutzt du in deiner Tätigkeit Wissen oder Fähigkeiten aus dem Master?

In dem Master habe ich dir Grundlagen sowohl zu Theorien als auch zu Methoden wissenschaftlichen Arbeitens gelernt. Die Zeit an der OvGU hat mich sehr geprägt und ich habe wichtige Fähigkeiten der wissenschaftlichen Kommunikation, aber auch Anwendung von Umweltpsychologie gelernt.

 

Florian Müller (Jahrgang 2014)

1. Wo und in welcher Position arbeitest du aktuell?

Ich arbeite als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der MSH Medical School in Hamburg. Wir machen Forschung zu Erneuerbaren Energien. Mein Schwerpunkt liegt insbesondere auf Windenergieforschung. Dabei geht es darum, zu verstehen, welche Hürden dem Ausbau der Erneuerbaren im Weg steht und Lösungen zu entwickeln.

2. Inwiefern nutzt du in deiner Tätigkeit Wissen oder Fähigkeiten aus dem Master?

Geräuschbelästigung ist ein wichtiges Thema im Windenergiebereich. Daher sind die Inhalte zu Umweltstressoren mein täglich Brot. Oft entstehen Konflikte bereits im Planungsprozess. Partizipation ist hier das Mittel der Wahl, um dem vorzugreifen oder zu begegnen. Wir versuchen, diese in realen Projekten zur Anwendung zu bringen. Darüber hinaus ist unsere Arbeit stets sehr interdisziplinär angelegt. Verständnis für die technischen Aspekte und die Kommunikation der eigenen Inhalte an Zielgruppen, die nicht auf ein Psychologie-Studium zurückgreifen können, sind Fähigkeiten, die ich im Mensch-Technik-Interaktionsschwerpunkt bereits üben könnte.

 

Letzte Änderung: 03.03.2026 -
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