Klinische Psychologie

In der Lehre vertreten wir den Masterstudiengang  Klinische Psychologie und Psychotherapie, im Bachelorstudiengang Psychologie das Fach Störungs- und Verfahrenslehre.

In unserer Forschung beschäftigen wir uns  mit psychischer Gesundheit und Erkrankung im Alter sowie der Untersuchung von Lern- und Gedächtnisprozessen über die Lebensspanne.

In Lehre und Forschung arbeiten wir in enger Kooperation mit der Psychotherapeutischen Hochschulambulanz für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

 

Vertretung der Professur:

PD Dr. rer. nat. Claudia Preuschhof (Dipl.-Psych.)
Psychologische Psychotherapeutin (VT)

 

Adresse
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Institut für Psychologie
Hausadresse: Pfälzer Platz, Gebäude 24, Raum 108
Postadresse: Universitätsplatz 2 
39106 Magdeburg

claudia.preuschhof@ovgu.de

 Tel: 0391 67-51755

 

Sekretariat 

Pfälzer Platz, Gebäude 24, Raum 105

birgit.mueller@ovgu.de

Tel: 0391 67-58464

 


Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Depression für Studie gesucht

In einer akutellen Studie untersuchen wir  eine neue Behandlungsmethode für Depressionen im Alter. Zum Einsatz kommt dabei eine sogenannte transkranielle elektrische Stimulation. Über zwei Elektroden auf der Kopfhaut wird ein sehr schwacher Strom für maximal 20 Minuten appliziert, der bestimmte Hirnareale sanft stimuliert. Das Verfahren gilt als schmerzfrei und sicher und wird seit einigen Jahren intensiv erforscht, etwa an Universitäten in Deutschland und Europa, wie das Bundesministerium für Bildung und Forschung berichtet.

Depressionen im höheren Lebensalter sind weiter verbreitet, als viele vermuten. Nach Angaben der Deutschen Depressionshilfe leidet etwa jede fünfte Person über 65 Jahre zumindest zeitweise unter depressiven Symptomen. Gleichzeitig bleiben diese Erkrankungen im Alter oft unerkannt oder werden als „normale Alterserscheinung“ fehlgedeutet. Zugleich ist die gesundheitliche Versorgung häufig noch nicht ausreichend. Daher gewinnen einfache, nicht-medikamentöse Behandlungsansätze an Bedeutung, die zukünftig auch selbst zu Hause anwendbar sind.

An unserer Studie können Menschen ab 60 Jahren teilnehmen, die an Depressionen leiden oder seit mindestens zwei Wochen typische Symptome wie Niedergeschlagenheit, Interessenverlust, Antriebslosigkeit oder Schlafstörungen verspüren. Ausgeschlossen sind unter anderem Personen mit Epilepsie, Herzschrittmacher oder schweren neurologischen Vorerkrankungen, wie aus den Studieninformationen hervorgeht

Der Studienablauf umfasst ein telefonisches Vorgespräch (30-45 Minuten) und eine ausführliche psychologische Diagnostik (ca. 2,5 Stunden), wobei unter anderem auch das Gedächtnis und die Konzentrationsleistung untersucht werden. Im Anschluss werden zwei Stimulationssitzungen (jeweils ca. 1,5 Stunden in wöchentlichen Abständen) durchgeführt, bei denen zusätzlich Aufgaben am Computer bearbeitet werden. Teilnehmende erhalten eine Aufwandsentschädigung (65 €) und ein persönliches, psychologisches Auswertungsgespräch. Ziel der Untersuchung ist es, die Behandlungsmöglichkeiten für Depressionen im Alter weiter zu verbessern und neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen. Studienstart ist im Januar 2026.

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Abwertung der Vergütung ambulanter Psychotherapie – ein falsches Signal!

Die Psychotherapeutische Hochschulambulanz, der Lehrstuhl für Klinische Psychologie sowie der Lehrstuhl für Neuropsychologie protestieren gegen die Entscheidung des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen.

Der Bewertungsausschuss hat auf Betreiben des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen beschlossen, die Vergütung der ambulanten Psychotherapie zum 01.04.2026 um 4,5 Prozent zu senken.

Aus unserer Sicht setzt diese Entscheidung ein fatales Signal. Bereits heute ist die Versorgungssituation für viele psychisch erkrankte Menschen angespannt, während der Bedarf an psychotherapeutischer Behandlung weiter steigt. In einer solchen Situation die Vergütung ambulanter Psychotherapie zu reduzieren, ist aus unserer Sicht fachlich nicht nachvollziehbar und gesundheitspolitisch ein deutlicher Rückschritt.

Hinzu kommt, dass Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten im Vergleich zu haus- und fachärztlichen Kolleginnen und Kollegen bereits jetzt deutlich geringere Einnahmen pro Stunde bzw. pro Praxis erzielen – bei vergleichbarem Arbeitseinsatz und unter Berücksichtigung der Praxiskosten.

Darüber hinaus stellt diese Entscheidung auch die notwendige Anerkennung der anspruchsvollen und verantwortungsvollen Arbeit von Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten infrage. Qualifizierte psychotherapeutische Behandlung ist ein zentraler Bestandteil der gesundheitlichen Versorgung und für viele Menschen unverzichtbar.

Wir befürchten, dass diese Maßnahme die ohnehin angespannte Versorgungssituation weiter verschärft und letztlich zu Lasten der gesetzlich versicherten Patientinnen und Patienten geht.

 

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Letzte Änderung: 13.03.2026 -
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