AuRa – Autonomes Rad

Die Möglichkeit, Wege flexibel aber auch kostengünstig zurücklegen zu können, definiert eines der grundlegenden Bedürfnisse unserer Gesellschaft. Der PKW-orientierte Individualverkehr wird den Anforderungen zwar durch eine hohe Transportkapazität, Komfort und Verfügbarkeit gerecht, verursacht aber neben Staus, und individuell hohen Kosten, übergreifende ökologische Probleme. Entsprechend bietet insbesondere der urbane Raum alternative individuelle (BikeSharing, Car-Sharing, Taxis) oder öffentliche Alternativen zur Befriedigung von Mobilitätsbedürfnissen. Diese intermodalen Mobilitätsketten sind allerdings lückenhaft, d.h. es existieren Mobilitätsbedürfnisse die nur eingeschränkt erfüllbar sind oder den PKW alternativlos erscheinen lassen. Die Weiterentwicklung der Multimodalität im öffentlichen Verkehr durch einen Ruf-Dienst des autonomen Lastenrads soll eine Alternative zu diesen PKW-dominierten Wegzwecken wie Einkaufen, Kindertransporte und Ausflüge darstellen. Hierdurch wird auch benachteiligten Gruppen, wie beispielsweise älteren und mobilitätseingeschränkten Menschen, der Zugang zu dieser alternativen Mobilitätsform erleichtert. So soll das autonome Mikromobil eine durchgängige und zuverlässige Reisekette von der Haustür bis zum Zielort ermöglichen. Dieser anspruchsvollen Aufgabe begegnet das interdisziplinäre Forschungsprojekt „AuRa – Autonomes Rad“ mit einem breit aufgestellten Team von Expert*innen auf technischer, logistisch/ sozialwissenschaftlicher und rechtlicher Ebene.

Die Abteilung Umweltpsychologie beschäftigt sich in einem Teilprojekt unter anderem mit dem Mobilitätsbedarf in Sachsen- Anhalt. Hierfür wird eine umfassende Fragebogenerhebung mit einer repräsentativen Magdeburger Stichprobe durchgeführt. Zudem werden Akzeptanz und Akzeptabilität autonomer Mikromobile durch andere Verkehrsteilnehmende wie Passant*innen und Autofahrer*innen in verschiedenen Simulationsszenarien untersucht, um die Kommunikation zwischen Fahrrad und Verkehrsteilnehmenden optimal zu gestalten. Die menschzentrierte Gestaltung des gesamten Fahrrad-Rufsystems aus Sicht der Nutzer*innen stellt einen weiteren wichtigen Baustein des Teilprojekts dar.

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Letzte Änderung: 24.09.2020 - Ansprechpartner:

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