Drittmittelgeförderte Forschungsprojekte 

 

2018 - 2021
Im Mittelpunkt des Projekts "Environ - Entwicklung und Evaluation einer Intervention zur Vermeidung von durch energetische Sanierung ausgelösten Rebound-Effekten" steht die Frage, wie effektiv verhaltensorientierte, nicht-fiskalische Strategien zur Vermeidung von Rebound Effekten sind. Untersucht wird diese Frage in dem in den 1950/ 60er Jahren erbauten Bielefelder Stadtteil Sennestadt, dessen mehrstöckige Mietshäuser z.Z. schrittweise energieeffizient saniert werden. In einem ersten Untersuchungsschritt werden dazu ein auf der Zusammenfassung aktueller Forschungsliteratur basierendes Erklärungsmodell psychologischer Rebound-Effekte sowie darauf aufbauende Interventionsansätze quantitativ-experimentell getestet. Parallel dazu werden mittels qualitativer und quantitativer Vorstudien heizrelevante Gewohnheiten, Bedürfnisse und Einstellungen der Sennestadt Haushalte vor der Sanierung erfasst. Ziel dieser ersten beiden Schritte ist die Identifikation zentraler psycho-sozialer Treiber von Rebound-Effekten sowie daran ansetzender Vermeidungsstrategien. Ferner soll in dieser Phase eine Sensorsystem entwickelt und implementiert werden, das den Energieverbrauch der Haushalte sowie wichtige Aspekte des Nutzungsverhaltens objektiv erfassen und mittels selbstlernender Computeralgorithmen ausgewertet kann. Auf den Befunden dieser vorbereitenden Schritte aufbauend startet die interdisziplinäre Interventionsentwicklung (Psychologie und Informatik): Im Rahmen eines tablet-basierten persuasiven Computersystems werden die vorher getesteten psychologischen Interventionstechniken in einen umfassenderen Interventionsansatz integriert.  In Zusammenarbeit mit unseren Praxispartnern Sennestadt GmbH, Alberts Architekten und Vonovia werden in der Hauptstudie mittels einer quasi-experimentellen Vorher-Nachher-Vergleichsgruppen-Studie (N = 200 Haushalte) die Effekte der implementierten Intervention auf den tatsächlichen Energieverbrauch der Haushalte nach der energieeffizienten Sanierung quantitativ evaluiert. Projektergebnis soll eine theoriebasierte, empirisch evaluierte, technisch innovative, praktisch getestete und für potentielle Nutzer attraktive Intervention stehen, die von Wohnungsbaugesellschaften routinemäßig im Kontext energieeffizienter Modernisierungsmaßnahmen zur Vermeidung/ Reduktion von Rebound-Effekten eingesetzt werden kann.


2017 - 2019
Im Projekt Lastenraddepot - "Bürger*innen- und Verkehrsgerechte Implementierung von Innenstadtdepots für Lastenfahrräder" wird der Einsatz von Lastenrädern für den Warentransport in Städten untersucht. Das Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines modellhaften Leitfadens zur Implementierung von Innenstadtdepots unter optimalen logistischen Bedingungen und mit hoher Akzeptanz durch alle beteiligten Stakeholder (z.B. Anwohnende, Verkehrsteilnehmende).

Das Projekt wird gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Logistische Systeme am Institut für Logistik und Materialflusstechnik (ILM) durchgeführt und durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans 2020 gefördert.

2016 - 2019
Im Projekt ENavi (Energiewende-Navigationssystem) werden Schlüsselfaktoren nachhaltiger Investitionsentscheidungen für verschiedene Sektoren (Wärme und Mobilität) und Zielgruppen (Privathaushalte und Unternehmen) untersucht. Die Ergebnisse dienen als Entscheidungshilfe für die Gestaltung von Fördermaßnahmen und werden EntscheidungsträgerInnen der Energiewende zur Verfügung gestellt.

2016 - 2018
Das Projekt ECHO verfolgt die Weiterentwicklung eines bewährten Instruments (Change-Intervention) zur Förderung energieeffizienten Verhaltens in Hochschulen. Insbesondere sollen Elemente integriert werden, um die Akteure („Change Agents“) vor Ort zu befähigen, nachhaltige Entwicklungsprozesse gezielt zu initiieren und dauerhaft zu begleiten. Das Angebot wird an Hochschulen umgesetzt, evaluiert, weiter verbessert und über die Projektlaufzeit hinaus verstetigt.

2015 - 2017
AdaptBehaviour - „Environmental psychology knowledge for administrative decision makers-improving behaviour change effects of climate adaptation and mitigation measures“ zielt auf die Entwicklung eines auf umweltpsychologischem  Wissen basierenden Tools zur Unterstützung politischer EntscheidungsträgerInnen bei der Planung klimarelevanter Maßnahmen. Das Instrument wird im Rahmen des Projekts eingesetzt und gemeinsam mit politischen EntscheidungsträgerInnen evaluiert. 

AdaptBehaviour ist eine Kooperationsprojekt mit Joanneum Research in Graz und wird gefördert im Rahmen des „7th Call Austrian Climate Research Programme ACRP“ der Bundesministerien für Verkehr, Innovation und Technologie /Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft Österreich.

 

Abteilungsinterne Forschungsprojekte


Seit 2017: Gärtnern aus der Ferne: Welche Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten bieten IP-Gärten für Schulen und Haushalte?

Dieses Projekt beschäftigt sich mit „IP-Gärten“, also der Möglichkeit, mit Hilfe von digitaler Technik von zuhause aus ein Stück Garten zu bestellen und damit mit der Idee, dass Menschen in der Stadt auf diese Weise ganz unmittelbare Erfahrungen mit Landwirtschaft und dem Wert von Nahrungsmitteln machen können. Seit Dezember 2017 befasst sich unser Forschungsteam nun damit, welche Entwicklungen durch das IP-Gärtnern angestoßen werden können. Basierend auf empirischen Untersuchungen wollen wir erfahren: Passieren hier vornehmlich kognitive Lernprozesse (etwa das Sammeln von Erfahrung im Gärtnern), oder entwickelt sich ein ganz neuer Bezug zu Lebensmitteln sowie deren Produktion? Gibt es Wirkungen auf Natur- und Umweltbewusstsein?

 

Abgeschlossene Projekte der Lehrstuhlinhaberin


2014 - 2016
"Green Lifestyles, Alternative Models and Upscaling Regional Sustainability (GLAMURS)" Das Ziel des GLAMURS- Projekts  ist die Entwicklung eines theoriebasierten und empirisch fundierten Verständnisses der Chancen und Hindernissen einer gesellschaftlichen Transformation hin zu einer nachhaltigen Lebensweise und grüner Ökonomie in Europa. Des Weiteren werden Faktoren identifiziert, die diesen Prozess unterstützen und beschleunigen. GLAMURS wird gefördet im 7. EU-Forschungsrahmenprogramm.

 

2012 - 2016
Mehrere Forschungsprojekte im Forschungsfeld "Nutzerverhalten und Nachfragesteuerung" (Determinanten energierelevanter Entscheidungen und energierelevanten Verhaltens in Haushalten & Effektivität und Effizienz von Interventionen) in der Helmholtz Allianz ENERGY-TRANS - Future infrastructures for meeting energy demands. Towards sustainability and social compatibility"

 

ab 2008
"Veränderung nachhaltigkeitsrelevanter Routinen in Organisationen - Entwicklung eines Interventionsinstrumentes zur Förderung eines energieeffizienten Nutzerverhaltens" in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Herrmann-Josef Wagner (Ruhr-Universität Bochum) und der HIS GmbH Hannover; gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

 

2011 - 2014
"Tailoring Intervention Instruments and Policy to Promote Emission Reduction in Norway: Applying the Self-Regulation Model of Behavioural Change" mit Christian A. Klöckner (NTNU, Trondheim, Norwegen), in Kooperation mit Sebastian Bamberg (Fachhochschule Bielefeld), Linda Steg (Universität Groningen, Niederlande), Paul Stern (National Research Council, Division of Behavioral and Social Sciences and Education, USA) und Edgar Hertwich (NTNU Trondheim, Norwegen).
Das Projekt wurde gefördert durch den Norwegischen Forschungsrat.


2007 - 2009
"Zur Genese von Verkehrsmittelfixierungen - Ein empirischer Vergleich der Erklärungskraft unterschiedlicher Konzepte" zusammen mit Dr. Anke Blöbaum (Ruhr-Universität Bochum);
finanziert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG (MA 1977/8-1).


2006 - 2007
"Einfluss deskriptiver, personaler und sozialer Normen auf das Müllvermeidungsverhalten von Kindern und Erwachsenen - Ein Kulturvergleich zwischen Japan und Deutschland" in Kooperation mit Prof. Dr. Yukio Hirose (Graduate School for Environmental Studies, Nagoya Universität, Japan) und Dr. Kaori Ando (Nara Women's University, Japan); gefördert durch die DFG (Ma 1977/5-1).


2005 - 2006
"Consumers' Contribution to Environmental Protection: The Structure of Environmental Behaviours and Attitudes" zusammen mit Christopher Bratt, Vibeke Nenseth (NIBR, Norwegen) und Paul Stern (Nationaler Forschungsrat, Abteilung für Verhaltens- und Sozialwissenschaften und Bildung, USA); gefördert durch das norwegische Forschungsprogramm RAMBU (RAMmebetingelser for en Bærekraftig Utvikling = Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Entwicklung) und die DFG (MA 1977-3).


2003 - 2005
"Environmentally Significant Behavior From a Cross-Cultural Perspective - Umwelthandeln im Kulturvergleich" mit Dr. Anke Blöbaum (Ruhr-Universität Bochum), in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Yukio Hirose (Graduate School for Environmental Studies, Nagoya Universität, Japan) und Dr. Kaori Ando (Nara Women's University, Japan); finanziert duch die DFG (BL 527/1-1).


2003-2005
"Kontrolliert die Situation oder die Gewohnheit Verhalten? Zur Implementierung nachhaltiger Verkehrsmittelnutzungsgewohnheiten in sensiblen Lebensphasen" zusammen mit Dr. Anke Blöbaum; gefördert durch die DFG (MA 1977/2-1).


2001 - 2003
"Theoriebasierte Intervention zur Förderung einer umweltverantwortlichen Verkehrsmittelwahl" gemeinsam mit Dr. Anke Blöbaum, Dr. Marcel Hunecke und PD Dr. Rainer Höger; gefördert durch die DFG (MA 1977/1-1).


1995 - 2001
Als Teil des Vorrangprogramms "Global Environmental Change - Social and Behavioral Dimensions"; Förderung durch die DFG und Management in Zusammenarbeit mit PD Dr. Rainer Höger und Prof. Dr. Rainer Guski:
Responsibility and Environmental Behavior - The Interaction between Ecological Norm Orientation and Situative Factors. (HO 1175/5-3) (1999-2001)
Responsibility and Environmental Behavior: The Interaction of Personal Ecological Norms and External Costs. (HO 1175/5-2) (1997-1999)
Responsibility and Environmental Behavior - Energy Consumption and Travel Mode Choice (HO 1175/5-1) (1995-1997)

Letzte Änderung: 26.02.2019 - Ansprechpartner:

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