Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

 
 
 
 
 
 
 
 

Forschung

DFG-Projekt: Kognitive Facetten Sozialer Intelligenz

Projektleitung: Prof. Dr. Heinz-Martin Süß



Das Projekt wird seit November 2003 durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft gefördert.

Projektzusammenfassung aus dem ersten Antragszeitraum

Ziel des Projektes ist es, kognitive Komponenten des Konstrukts soziale Intelligenz (SI) auf der Grundlage eines facettentheoretischen Designs zu spezifizieren, durch Leistungsmaße zu erfassen und in einem MTMM-Design bei einer Stichprobe von Erwachsenen zu validieren. Es soll geprüft werden, ob das postulierte multidimensionale Fähigkeitskonstrukt empirisch gestützt und von der akademischen Intelligenz abgegrenzt werden kann. Bisherige Tests zur sozialen Intelligenz wurden vielfach kritisiert. Empirische Studien ordneten Konstrukte nicht in ein SI Rahmenmodell ein, Messmethoden wurden unsystematisch eingesetzt und der soziale Kontext im Aufgabenmaterial vernachlässigt. Zur konvergenten Konstruktvalidierung wurde ein leistungsbasierter Test sozialer Intelligenz entwickelt, der die Fähigkeitsbereiche soziales Verständnis, soziales Gedächtnis und soziale Wahrnehmung mit schriftlichem, auditivem, bildhaftem und videobasiertem Material erfasst (zu einem Modell sozialer Kompetenzen s. auch Süß, Weis & Seidel, 2005). Bis auf wenige Tests (vgl. Weis, Seidel & Süß, 2006) handelt es sich um Neuentwicklungen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf nonverbalen Maßen und gesprochener Sprache. Das Material wurde nach seiner Repräsentativität für soziale Situationen ausgewählt. In einer Vorstudie mit 126 Personen wurde die erste Version der Testbatterie umfassend erprobt. Die Hauptuntersuchung fand im Zeitraum von Dezember 2005 bis April 2006 statt. Dort bearbeiteten 187 Erwachsene mit unterschiedlicher Bildung und Beruf die auf Grundlage der Ergebnisse der Vorstudie modifizierten Testaufgaben sowie ergänzende, neu entwickelte Aufgaben zur sozialen Intelligenz. Zur diskriminanten Validierung wurde der Berliner Intelligenzstrukturtest als Maß der Allgemeinen Intelligenz (AI) eingesetzt. In einer dem Projekt angegliederten Arbeit wurde außerdem Aufgaben zu allgemein auditiven Fähigkeiten entwickelt und in der Studie eingesetzt. Die Entwicklung der Aufgaben basierte auf den Vorarbeiten von Stankov und Horn (1980).

Projektziele für den zweiten Antragszeitraum (seit Oktober 2007)

In der ersten Phase soll die Magdeburger Testbatterie zur Sozialen Intelligenz (SIM) auf der Grundlage vorliegender Daten revidiert und weiterentwickelt werden. In der zweiten Phase soll die psychometrische Qualität des SIM bestimmt und die Konstruktvalidität nach innen (Binnendifferenzierungen) und außen (konvergente und divergente Validität) geprüft werden.

Wissenschaftliche Mitarbeiter

Dipl.-Psych. Christiane Karthaus

Doktoranden

Dipl.-Psych. Janine Nötzold

Dipl.-Psych. Christiane Karthaus

Dipl.-Psych. Jessica Strien

Dipl.-Psych. Melanie Baumgarten


Dipl.-Psych. Annette Bölter

Die Posttraumatische Belastungsstörung bei Tumorpatienten - Entwicklung eines Diagnoseinstruments und Prädiktion

Die Diagnose Krebs kann mit unterschiedlichen reaktiven psychischen Störungen einhergehen, darunter auch der Posttraumatische Belastungsstörung (PTSD). Sie umfasst Symptome des eindringlichen und belastenden Wiedererlebens der traumatischen Situation, Symptome der Vermeidung und Verdrängung sowie vegetative Übererregbarkeit. In unterschiedlichen Studien konnte das Vorliegen einer PTSD-Symptomatik infolge einer Krebserkrankung bestätigt werden. Diese Studien weisen jedoch erhebliche methodische Mängel auf. Kritik von Seiten der Wissenschaft und klinischen Praxis wurde unter anderem daran geübt, dass das Trauma einer malignen Erkrankung Unterschiede zu anderen Traumata aufweist und demzufolge die bekannten PTSD-Symptome aus dem einen Bereich nicht ohne weiteres in den anderen übertragbar sind. Die Anpassung des klassischen PTSD-Konzepts an das Trauma Krebs und eine valide Diagnostik der PTSD nach Krebs müssen zunächst gesichert werden. Hierzu ist es notwenig, ein geeignetes Diagnoseinstrument zu entwickeln; dies soll diese Studie leisten. Wir versprechen uns hieraus repräsentative und gesicherte Zahlen zu den Auftretensraten der Posttraumatischen Belastungsstörung bei Tumorpatienten. In einem weiteren Schritt soll theoriebasiert beantwortet werden, welche onkologischen Patienten an PTSD erkranken und welche nicht. Die behandelnden Ärzte, Psychologen sowie das Pflegepersonal können durch die Ergebnisse dieser Studie gefährdete Patienten erkennen, das Vorhandensein einer durch die Krebserkrankung ausgelösten PTSD valide messen und die Behandlung entsprechend ausrichten.

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Bachelor- und Diplomarbeiten

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Christiane Karthaus
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Janine Nötzold
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Letzte Änderung: 04.09.2012 - Ansprechpartner: Webmaster