Forschungsthemen für Bachelor- und Masterarbeiten

Bachelor- und Masterarbeitsthemen zur Umweltpsychologie sind in der Regel in laufende Forschungsprojekte eingebunden, es wird daher empfohlen, auch direkt mit den ProjektmitarbeiterInnen Kontakt aufzunehmen. Aktuell sind Arbeiten zu folgenden Themen zu vergeben, es sind aber auch Themen nach individueller Absprache möglich.

Führt das Leben im Smart Home zu nachhaltigem Verhalten?

In der Forschungsgruppe „Digitalisierung und sozial-ökologische Transformation“ führen wir eine Untersuchung zu den Potentialen und Risiken von Smart Homes für einen nachhaltige Lebensweise durch. Dabei sollen unterschiedliche Nutzungstypen in eine Ökobilanzierung eingearbeitet werden (Sorrentino, Woelbert, & Sala, 2016). Bewohner/innen entscheiden sich aus unterschiedlichen Gründen für Smart Home-Anwendungen wie automatisierte Steuerung von Heizung, Verdunklung, Lüftung oder Licht: um aus finanziellen oder ökologischen Gründen Energie zu sparen, aus Gründen des Komforts, der Technikbegeisterung oder der Sicherheit (Nyborg & Røpke, 2011). Diese Motive können das Energienutzungs- und Konsumverhalten beeinflussen (siehe z.B. Murtagh, Gatersleben, Cowen, & Uzzell, 2015). Ziel der Masterarbeit ist die Identifizierung von Nutzungstypen anhand von Clusteranalysen mit Befragungsdaten (vgl. Sütterlin, Brunner, & Siegrist, 2011). Die Nutzungstypen orientieren sich dabei an Motivationen für die Anschaffung eines Smart Home Systems, dem Energieverhalten und soziodemografischen Eigenschaften. Die Ausrichtung der Analyse kann entsprechend der Interessen der Bewerberin angepasst werden. Die Arbeit kann auf Deutsch oder Englisch verfasst werden. Es wird ein Beginn baldmöglichst / ab September 2018 angestrebt.

Murtagh, N., Gatersleben, B., Cowen, L., & Uzzell, D. (2015). Does perception of automation undermine pro-environmental behaviour? Findings from three everyday settings. Journal of Environmental Psychology, 42, 139–148.

Nyborg, S., & Røpke, I. (2011). Energy impacts of the smart home-conflicting visions. In Energy Efficiency First: The Foundation of a low-carbon Society (S. 1849–1860).

Sorrentino, E. P. di, Woelbert, E., & Sala, S. (2016). Consumers and their behavior: state of the art in behavioral science supporting use phase modeling in LCA and ecodesign. The International Journal of Life Cycle Assessment, 21(2), 237–251. https://doi.org/10.1007/s11367-015-1016-2.

Sütterlin, B., Brunner, T. A., & Siegrist, M. (2011). Who puts the most energy into energy conservation? A segmentation of energy consumers based on energy-related behavioral characteristics. Energy Policy, 39(12), 8137–8152.


Ansprechpartnerin: Vivian Frick, Zentrum Technik und Gesellschaft, 030 314 29812, frick@ztg.tu-berlin.de 


 

 

Anforderungen potenzieller Nutzer*innen an E-Ladeinfrastruktur an der OVGU

Im Rahmen von Überlegungen, wie ein Ladekonzept für Elektrofahrzeuge an der OVGU umgesetzt werden könnte, wird eine umweltpsychologische Masterarbeit ausgeschrieben.

In der Arbeit können beispielsweise folgende Fragen untersucht werden:

  • Wer sind potenzielle Nutzer*innen von E-Ladeinfrastruktur an der OVGU?

  • Welche Anforderungen stellen mögliche Nutzer*innen an E-Ladeinfrastruktur? Wie kann das Konzept mitarbeiter*innenfreundlich gestaltet werden (z.B. Standorte, Zugang, Standzeiten, Abrechnungsmodalitäten)?

  • Welche psychologischen Effekte (z.B. Deskriptive Normen, Nutzungsintentionen, Kaufbereitschaft von Elektrofahrzeugen) sind durch das Aufstellen von E-Ladesäulen zu erwarten?

Theoretisch knüpft die Masterarbeit an Studien zu Akzeptanz und Nutzung von Elektromobilität in Haushalten und Unternehmen an. Praktisch sollen Hinweise resultieren, welche Umsetzungsvarianten von potenziellen Nutzer*innen bevorzugt werden und welche Nutzungsmuster zu erwarten sind.

Ansprechpartner: Sebastian Bobeth 


 

 

Zielgruppenspezifische Förderung von nachhaltigem Konsumverhalten bei Jugendlichen und jungen Menschen

Aktivismus und nicht-aktivistisches öffentliches umweltrelevantes Verhalten (z. B. Greenpeace, Engagement in Parteien, Wahlverhalten) wurde gerade bei Jugendlichen (circa 11-18 Jahre) und jungen Menschen (circa 18-25 Jahre) noch wenig untersucht. In der Masterarbeit sollen in einer umfassenden Literaturrecherche förderliche und hemmende  Faktoren für das Engagement Jugendlicher und/oder junger Menschen diskutiert und in einer quantitativen Befragung untersucht werden. 

Auch zu Impact-relevanten Verhaltensweisen wie Autoverzicht und Multimobilität, etwa die Anmeldung bei einem Car-Sharing Anbieter als Alternative zum Kauf eines eigenen Autos, gibt es bisher für die Zielgruppe junger Menschen (circa 18-25 Jahre) wenig Untersuchungen. Solche (De)Investitionsentscheidungen (Autoverzicht) und effiziente Investitionsentscheidungen (z. B. weiße Ware) sind gerade für die Zielgruppe junger Menschen relevant, da es sich hier häufig um eine potentielle Erstanschaffung handelt. In der Masterarbeit soll nach umfassender Literaturrecherche eine quantitative Befragung durchgeführt werden.

Ansprechpartnerin: Hannah Wallis


 

 

Häusliche Lebensmittelverschwendung vermeiden

Weltweit werden etwa 1.3 Milliarden Tonnen Lebensmittel weggeworfen statt von Menschen konsumiert. Dabei dominiert in Industrienationen vor allem die Verschwendung von Lebensmittel (food waste), d.h. Lebensmittel, die eigentlich für den menschlichen Konsum geeignet sind, werden bewusst weggeworfen/ nicht rechtzeitig konsumiert. Privathaushalte wurden in diesem Zusammenhang als die stärksten Verursacher von Lebensmittelverschwendung in Industriestaaten identifiziert. Neben weitreichenden ökonomischen und sozialen Auswirkungen, hat dieses hohe Aufkommen von Lebensmittelabfällen jedoch vor allem  auch massive ökologische Auswirkungen: So bedeutet die damit einhergehende unnötige Produktion von letztlich weggeworfenen Lebensmitteln eine  unnötige Produktion klimaschädlicher Treibhausgasemissionen, unnötigen Verbrauch begrenzter natürlicher Ressourcen, wie Wasser und Landfläche sowie eine unnötige Bedrohungen der natürlichen Biodiversität an Land & im Wasser. Die Entwicklung effektiver Interventionsstrategien zur Vermeidung häuslicher Lebensmittelverschwendung stellt somit ein bedeutsames Handlungsfeld zur Förderung globaler Nachhaltigkeit dar.

Um häusliche Lebensmittelverschwendung effektiv vermeiden oder zumindest reduzieren zu können, müssen jedoch jene Verhaltensweisen näher untersucht werden, die die Menge häuslicher Lebensmittelverschwendung beeinflussen können (lebensmittelverschwendungsverbundene Verhaltensweisen). Dazu zählen viele verschiedene Verhaltensweisen von der Vorausplanung von Mahlzeiten und Lebensmitteleinkäufen und dem Einkaufverhalten im Supermarkt selbst über die Lagerung und Zubereitung der Lebensmittel im Haushalt bis hin zu ihrer Entsorgung. In diesem Zusammenhang ist zu vermuten, dass nicht nur der Einfluss der einzelnen Verhaltensweisen auf die Menge verschwendeter Lebensmittel im Haushalt von den Haushaltsmitglieder unterschiedlich stark wahrgenommen wird, sondern die einzelnen Verhaltensweisen auch von verschiedenen anderen Prädiktoren beeinflusst werden.

Vor diesem Hintergrund könnten folgende Themen im Rahmen einer Bachelor-/ Masterarbeit bearbeitet werden:

  • Eine empirisch basierte Untersuchung zu den individuellen Einflussfaktoren auf ausgewählte lebensmittelverschwendungsverbundene Verhaltensweisen (insbesondere das Spontankauverhalten im Supermarkt, den Umgang mit Zubereitungsresten und den Konsum von Lebensmitteln mit abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum) unter Berücksichtigung bekannter (umwelt-)psychologischer Handlungsmodelle

  • Eine empirisch basierte Untersuchung zum wahrgenommenen Zusammenhang zwischen der Ausführung verschiedener lebensmittelverschwendungsverbundener Verhaltensweisen und ihrem Einfluss auf die Menge verschwendeter Lebensmittel im Haushalt

  • Die Entwicklung, Umsetzung und Evaluation eigener Interventionsvorhaben zur Veränderung ausgewählter lebensmittelverschwendungsverbundener Verhaltensweisen (insbesondere das Spontankauverhalten im Supermarkt, den Umgang mit Zubereitungsresten und den Konsum von Lebensmitteln mit abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum)
     

Roodhuyzen, D. M. A., Luning, P. A., Fogliano, V., & Steenbekkers, L. (2017). Putting together the puzzle of consumer food waste: Towards an integral perspective. Trends in Food Science & Technology, 68, 37-50.

Aschemann-Witzel, J., Giménez, A., & Ares, G. (2018). Consumer in-store choice of suboptimal food to avoid food waste: the role of food category, communication and perception of quality dimensions. Food Quality and Preference, 68, 29-39.

Schmidt, K. (2016). Explaining and promoting household food waste-prevention by an environmental psychological based intervention study. Resources, Conservation and Recycling, 111, 53-66.


Ansprechpartnerin: Karolin Schmidt


 

 

Vor- und Nachteile der E-Mobilität – Einflüsse des Framings auf die Effektivität von Anreizmodellen

Gerade im Laufe der letzten Jahre werden verstärkt finanzielle Anreize zur Förderung von E-Mobilität eingesetzt. Hierbei gibt es in unterschiedlichen Ländern unterschiedliche Konzepte. Eingesetzt werden beispielsweise Kaufprämien, Steuervergünstigen oder vergünstigter/ freier Strom zum Laden des Fahrzeugs.

Klassische psychologische Theorien legen nahe, dass zur effektiven Förderung einer entsprechenden Kaufentscheidung nicht nur die Höhe des Anreizes, sondern auch die Präsentation ausschlaggebend ist (Framing). Im Rahmen einer Masterarbeit sollen die Vor- und Nachteile verschiedener existenter (und ggf. weiterer denkbarer) Anreizkonzepte herausgearbeitet und experimentell verglichen werden.

 

Figenbaum, E., & Kolbenstvedt, M. (2013). Electromobility in Norway: Experiences and opportunities with electric vehicles. TØI rapport: 1281/2013. Oslo: Transportøkonomisk institutt.

Kahneman, D. & Tversky, A. (1979). Prospect theory: An analysis of decisions under risk. Econometrica, 47 (2), 263–291.

Kahneman, D. (2011). Schnelles Denken, langsames Denken. München: Siedler

Kastner, I., Matthies, E. & Willenberg, M. (2011). Chancen zur Förderung nachhaltigkeitsrelevanter Investitionsentscheidungen durch psychologisch basiertes Framing eine Pilotstudie. Umweltpsychologie, 15 (1), 90-111.

Kley, F., Wietschel, M. and Dallinger, D. (2012). Evaluation of European electric vehicle support schemes. In M. Nilsson, K. Hillman, A. Rickne & T. Magnusson, Paving the Road to Sustainable Transport (pp. 75-95). New York: Routledge.

Ansprechpartner: Ingo Kastner


 

 

Wer fährt (k)ein E-Auto und warum (nicht)?

Verschiedene Personengruppen stellen unterschiedliche Ansprüche an Fahrzeuge. Für manche sind sie reines Transportmittel, für andere steht die Sicherheit im Vordergrund, und weiterhin gilt vielen das Auto auch als Statussymbol.

Es ist zu erwarten, dass E-Autos für unterschiedliche FahrerInnengruppen unterschiedlich attraktiv sind. Hierbei können für verschiedene Gruppen auch jeweils unterschiedliche Aspekte im Mittelpunkt des Interesses stehen (z.B. Beschleunigung, modernes Design, Umweltfreundlichkeit). Diese Aspekte könnten im Rahmen zielgruppenspezifischer Fördermaßnahmen aufgegriffen werden.

Entsprechende Gruppenunterschiede wären im Rahmen einer Masterarbeit empirisch herauszuarbeiten.

 

Bobeth, S. & Matthies, E. (under review). New opportunities for electric car adoption: the case of range myths, misdirected money, and social norms. Energy Efficiency.

 

Ansprechpartner: Ingo Kastner


 

 

Solarenergie in Deutschland: Photovoltaik versus Solarthermie

Die Nutzung von Solarenergie in Deutschland hat innerhalb der letzten Jahre massiv zugenommen. Allerdings betrifft diese Zunahme v.a. die Nutzung von Photovoltaik-Anlagen (zur Stromerzeugung), wohingegen der Anstieg im Bereich Solarthermie (zur Wärmeerzeugung) vergleichsweise gering ist.

Ziel einer Masterarbeit wäre zu analysieren, wie dieser Unterschied zustande kommt. Untersucht werden könnten u.a. Aspekte wie Bekanntheitsgrad, Fördermaßnahmen oder Nutzungsmotive.

 

Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (2014). Auswertungstabellen. Verfügbar unter: http://www.ag-energiebilanzen.de/ [2014-10-22].


Ansprechpartner: Ingo Kastner


 

 

Landschaftszerstörung durch den Ausbau erneuerbarer Energien - Umweltbewusstsein als Moderator der Landschaftsbewertung?

Umweltfreundliche Energie oder subventionierte Landschaftszerstörung? Die Bedeutung regenerativer Energien nimmt immer mehr zu, gleichzeitig regt sich Widerstand gegen den Bau neuer Anlagen (z.B. Windkraftanlagen). Die Argumente gegen diese Anlagen reichen von naturschutzfachlichen bis zu landschaftsästhetischen Bedenken.

Die visuellen Wirkungen scheinen neben der Lärmbelästigung die bedeutendsten Formen der Belästigung durch Windenergieanlagen (WEA) zu sein (Devine-Wright, 2005). Hier steht besonders die Veränderung des Landschaftsbilds im Vordergrund.

Werden ästhetische Urteile hier möglicherweise durch umweltrelevante Einstellungen moderiert? Gibt es besonders sensible Landschaftstypen?


Mögliche Inhalte einer Bachelor- / Masterarbeit:

  • Untersuchung des Einflusses umweltrelevanter Einstellungen auf die Beurteilung unterschiedlich stark bebauter Landschaftsausschnitte mittels eines experimentellen Designs

  • Zusätzlich: Charakterisierung der Sensibilität verschiedener Landschaftstypen in Bezug auf die ästhetische Bewertung durch Variieren der Landschaftstypen (Variation der Bebauungsintensität sowie der Landschaftstypen mit Bildbearbeitung möglich).

 

Devine-Wright, P. (2005). Beyond NIMBYism: Toward an integrated framework for understanding public perceptions of wind energy. Wind Energy, 8, 125-139. 

Guski, R. & Blöbaum, A. (2008). Umweltwahrnehmung und Umweltbewertung. In E. D. Lantermann & V. Linneweber (Hrsg.), Umweltpsychologie Band 1: Grundlagen, Paradigmen und Methoden der Umweltpsychologie (S. 443-470). Göttingen: Hogrefe.

Herzog, T. R. (1988). A Cognitive Analysis of Preference for Field and Forest Environments. In J. L. Nasar (Ed.), Environmental Aesthetics (pp: 343-356). Cambridge: University Press.

Kaltenborn, B. P. & Bjekre, T. (2002). Associations between environmental value orientations and landscape preferences. Landscape and Urban Planning, 59, 1-11.

Nohl, W. (2001). Ästhetisches Erlebnis von Windkraftanlagen. Naturschutz und Landschaftsplanung, 33, (12), 365-372.


Ansprechpartnerin: Anke Blöbaum


 

 

Merkmale eines nachhaltigen Lebensmittelkonsums privater VerbraucherInnen 

Konsumentscheidungen privater VerbraucherInnen im Lebensmittelbereich haben nicht zuletzt aufgrund der Häufigkeit, mit der diese Entscheidungen alltäglich getroffen werden, einen bedeutenden Einfluss auf unsere Umwelt. So bedingen diese Entscheidungen maßgeblich Art und Umfang der globalen Lebensmittelproduktion und somit auch Art und Umfang derUmweltauswirkungen, die mit eben dieser Produktion verbunden sind. Dazu zählen insbesondere der Verbrauch begrenzter natürlicher Ressourcen (z.B. Wasser, Land und Energie), die umfangreiche Produktion von Treibhaushausgasemissionen sowie starke Gefährdungen der natürlichen Biodiversität an Land und in den Meeren. Die Förderung eines nachhaltigen Lebensmittelkonsums privater VerbraucherInnen stellt damit einen vielversprechenden Ansatz zur Förderung globaler Nachhaltigkeit dar.

Doch welche Merkmale bzw. Konsummuster kennzeichnen eigentlich einen nachhaltigen Lebensmittelkonsum? So spielen beispielsweise die Art der Lebensmittel (z.B. tierisch vs. pflanzlich), ihre Produktion (konventionell vs. biologisch zertifiziert), zurückgelegte Transportwege (z.B. regional erzeugte Lebensmittel vs. Lebensmittel aus dem Ausland) oder auch der tatsächliche Konsum der Lebensmittel (zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung) eine wichtige Rolle.


Vor diesem Hintergrund könnten folgende Themen im Rahmen einer Bachelor- / Masterarbeit bearbeitet werden:

  • Eine literatur-und/ oder empirisch basierte Analyse relevanter Determinanten ausgewählter Formen eines nachhaltigen Lebensmittelkonsums unter Berücksichtigung bewährter (umwelt-)psychologischer Handlungsmodelle.

  • Eine empirische Untersuchung möglicher Zusammenhänge zwischen verschiedenen Formen eines nachhaltigen Lebensmittelkonsums.

  • Eine empirische Untersuchung zu individuellen Handlungsmotiven und -barrieren, die für den privaten Lebensmittelkonsum grundsätzlich - und damit letztlich auch für einen nachhaltigen Lebensmittelkonsum - handlungsleitend sein können (z.B. Umweltschutz, Gesundheits-, Tierschutz-, Gerechtigkeits-, Geldsparmotive u.v.m.).

  • Die Entwicklung, Umsetzung und Evaluation eigener Interventionsvorhaben zur Förderung ausgewählter Formen eines nachhaltigen Lebensmittelkonsums.

  

Klöckner, C. A. (2015). The psychology of pro-environmental communication – going beyond standard information strategies. Houndmills, Basingstoke, Hampshire, New York: Palgrave Macmillan. Kapitel 2, S. 41-44.

Reisch, L., Eberle, U., & Lorek, S. (2013). Sustainable food consumption: an overview of contemporary issues and policies. Sustainability: Science, Practice, & Policy, 9(2), 7-25.

Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten Rheinland-Pfalz (MULEWF). (2015). Nachhaltige Ernährung - Was unser Essen mit Klimaschutz und Welternährung zu tun hat. Heruntergeladen von: http://mulewf.rlp.de/fileadmin/mufv/publikationen/Nachhaltige_Ernaehrung_RLP_16.09.2015.pdf [01.10.2015].


Ansprechpartnerin: Karolin Schmidt



 

Wahrgenommene und tatsächliche Einflussfaktoren auf umweltrelevante Kaufentscheidungen

Umwelt- bzw. energierelevante Kaufentscheidungen unterliegen einer Vielzahl von Faktoren, die die Kaufentscheidung beeinflussen. Verschiedene Untersuchungen zeigen, dass die Bedeutung dieser Faktoren je nach Erhebungsmethode variiert. In direkten Befragungen (z.B. via Fragebögen) sind u.a. Umweltschutz und Unabhängigkeitsstreben von hoher Bedeutung. In indirekteren Analysen (wie Entscheidungsexperimenten) sind eher finanzielle Aspekte ausschlaggebend.

In einer Befragung mit EigenheimbesitzerInnen wurden verschiedene Einflussfaktoren auf energierelevante Kaufentscheidungen sowohl direkt als auch indirekt erhoben. Diese Daten wären innerhalb einer Masterarbeit zu vergleichen und zu interpretieren.

 

Achtnicht, M., & Madlener, R. (2014). Factors influencing German house owners' preferences on energy retrofits. Energy Policy, 68, 254-263.

Kastner, I. & Stern, P.C. (2015). Examining the decision-making processes behind household energy investments: A review. Energy Research and Social Sciences, 10, 72-89.


Ansprechpartner: Ingo Kastner

 

Letzte Änderung: 11.11.2018 - Ansprechpartner:

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