Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

 
 
 
 
 
 
 
 

Bachelor- und Masterarbeiten

Wie komme ich zu einer Bachelor- oder Masterarbeit?

Es ist jederzeit möglich, in der Allgemeinen Psychologie eine Diplom- oder Bachelorarbeit durchzuführen. Prinzipiell besteht die Möglichkeit, sowohl Verhaltensexperimente (incl. Blickbewegungen) als auch fMRT-Studien durchzuführen. Insbesondere Bachelorarbeiten können auch theoretische Arbeiten sein, zum Beispiel Übersichtsarbeiten zu einem Thema der Allgemeinen Psychologie oder der Kognitiven Neurowissenschaften. Wichtig ist dabei die kritische Bewertung eines theoretischen Standpunkts und/oder einer empirischen Befundlage.

Studierende, die bei uns ihre Examensarbeit schreiben möchten, haben die Möglichkeit, bei einem Mitarbeiter ihrer Wahl, an einem auf sie zugeschnittenen Forschungsprojekt zu arbeiten, das in die Forschungsinteressen des Mitarbeiters eingebunden ist.

Bei Interesse sollte der potentielle Betreuer bitte persönlich kontaktiert werden, so dass weitere Fragen besprochen werden kännen. Auch eigene Projektideen sind jederzeit willkommen.

Vorteile einer experimentellen Examensarbeit in der Allgemeinen Psychologie

Allgemeiner Ablauf eines Masterarbeitsprojekts

Zu Beginn des Projekts stehen die Literaturrecherche und die Einarbeitung in das Thema. Daran anschließend machen Sie sich, natürlich unter entsprechender Anleitung, mit den entsprechenden computergestützten Experimenten vertraut. Nachdem sicher gestellt ist, dass Sie mit der Forschungslogik sowie den Prozeduren hinreichend vertraut sind, beginnt die Durchführung der Experimente.

Zunächst wird ein Pilotexperiment mit 1-2 Versuchspersonen durchgeführt, um zu gewährleisten, dass die Experimente in der gedachten Weise durchführbar, zumutbar und auswertbar sind. Der Schwerpunkt dieser Phase des Projektes ist die Auswahl von Auswertungsverfahren und der dazu nötigte Software. Der gesamte Prozess sollte nicht länger als 6-8 Wochen in Anspruch nehmen. Zu diesem Zeitpunkt, nach der Auswertung der Pilotdaten, kann man bereits sehr gut abschätzen, wie hoch die Erfolgsaussichten sind. Das bedeutet, das man gegebenenfalls weitere Kontrollvariablen berücksichtigt oder eine verzichtbare Manipulation entfernt.

Im Hauptversuch lernen die Diplomanden dann nicht nur, Versuchspersonen zu instruieren, sondern auch alle mit der Durchführung eines Experimentes verbundenen logistischen Aufgaben zu bewältigen: z.B. die Bekanntmachung des Versuchs, das Anwerben und Einbestellen der Probanden, sowie die Raum- und Zeitplanung.

Begleitend zur Datenerhebung und im Anschluss daran findet die Datenanalyse statt. Abschließend werden die Ergebnisse sowie die gewonnenen Erkenntnisse in der Masterarbeit dokumentiert. Darüber hinaus wird zu einem geeigneten Zeitpunkt der Status des Projektes in der Arbeitsgruppe vorgestellt und diskutiert.

Während der gesamten Zeit steht den Diplomanden frei, an informellen wissenschaftlichen Diskussionen innerhalb der Arbeitsgruppe, an Lab-Meetings oder sowie an öffentlichen Vorträgen teilzunehmen.

Allgemeiner Ablauf eines Bachelorarbeitsprojekts

Aufgrund des kürzeren Zeitrahmens der Bachelorarbeit verkürzen sich die oben genannten Abläufe, insbesondere werden bereits weitergehend vorbereitete Experimente angeboten. Es empfiehlt sich, bereits im 5. Semester ein Thema abzusprechen. Wie oben bereits angesprochen, können Bachelorarbeiten auch theoretische Arbeiten sein. Die Begutachtung richtet sich nach hier einsehbaren Kriterien.

 

Aktuelle Themenangebote

 

Experimentelle Arbeiten

Masterarbeit zu vergeben:

Experimentelle Arbeit:

Effect of reward on incidental learning of a rearranged context 

Incidental learning can modulate the search time in a specific visual arrangement. For example, when you enter a familiar room it would be faster for you to find a specific object. This effect, contextual cueing, can takes place after very few repetitions, even in random and meaningless configurations. Previous studies show that contextual cueing can be modulated by reward.  However, what if the familiar environment changes? How quickly can we learn to search as efficiently as before? Previous findings showed that we are very slow in learning a new search target location in a context that has already been linked to another target location. Now, we are interested to see if reward can play a role and make relearning of context-target associations more efficient. For details, please contact Fariba Sharifian (fariba.sharifian@ovgu.de).

Literaturarbeiten

Repräsentation der Fovea im primären visuellen Cortex Foveal Split oder Foveal Sparing
Es gibt widersprüchliche Evidenz zu der Frage, ob der foveale Bereich des Sehens in beiden visuellen Cortices repräsentiert ist oder ob jeweils nur die Grenze der Repräsentation durch den Fixationspunkt verläuft. Ziel dieser Arbeit soll sein, nach möglichen Erklärungsansätzen für die widersprüchliche Befundlage zu suchen.
Periphere Aufmerksamkeit
Studien zur visuellen Aufmerksamkeit werden in der Regel mit Reizen durchgeführt, die in einem sehr begrenzten Ausschnitt des Gesichtsfeldes präsentiert werden. Wie beeinflussen aber Reize in der extremen Peripherie unsere Aufmerksamkeitsausrichtung?
Spezifität perzeptuellen Lernens
Manche perzeptuellen Lernprozesse führen zu sehr spezifischem Lernen, das etwa auf einen bestimmten Bereich des Gesichtsfeldes beschränkt ist, während andere Lernprozesse zu generalisiertem Lernen führen. Hier sollen Sie Lernparadigmen und Ursachen für spezifische und generalisierende Lernprozesse gegenüberstellen.
Funktionelle Kartierung des anterioren Präfrontalcortex.
Der anteriore Präfrontalcortex ist in unterschiedliche funktionale Zusammenhänge eingebunden, die gerade in letzter Zeit intensiv untersucht werden. Hier sollen Sie den Forschungsstand und ggfls. eigene Kartierungsansätze erarbeiten.

 

Abgeschlossene Diplomarbeiten

Becker, Anni 2011 Diplomarbeit  Ist das Lernen beim Contextual Cueing abhängig vom visuell-räumlichen AG?
Berger, Katja 2011 Contextual Cueing and Psychological Diagnostics
Carpzov, Katharina 2010 Braucht Szenensegmentierung bei subjektiven Figuren Aufmerksamkeit?
Fastenrath, Matthias 2008 Dynamical causal modelling for M/EEG: Spatial and temporal symmetry constraints
Geringswald, Franziska 2009 The Effect of Subjective Shapes on the Perception of Time
Goldammer, Anne 2006 Ein Software-Werkzeug zur Lösung wiederkehrender Ideenfindungsaufgaben unter Berücksichtigung von Aspekten der kognitiven Psychologie
Heilbronner, Urs 2007 Die Rolle des AG beim Aufgabenwechsel
Ibert, Kathrin 2008 Perzeptuelles Lernen bei der Verarbeitung modaler und amodaler Scheinfiguren
Kliese, Nadine 2010 Die Untersuchung zugrunde liegender Mechanismen von Effekten der Aufgabenteilung
Kurzhals, Thomas 2008 Blickbewegungsanalysen zu impliziten Lernprozessen beim Kontextuellen Cueing
Langer, Nadine 2010 Lernen und Expression des Lernens beim kontextuellen Cueing unter Belastung des AG
Musolff, Nadine 2008 Vergleich von subjektiven und objektiven Korrelaten der Salienz: eine kombinierte behaviorale und 7T-fMRT-Studie
Papendick, Katharina 2009 Learning of Focal and Peripheral Information in the Contextual Cueing Paradigm
Püschel, Katja Maria 2008 The Effect of Feedback - on Subjective Contour Perception
Tegelbeckers, Jana 2010 How individual differences in working memory capacity modulate contextual cueing effect
Werner, Kathleen 2011 Eye Tracking zur Messung der Verschiebung selektiver visueller Aufmerksamkeit beim Lernen, Punktmuster zu kategorisieren

Abgeschlossene Bachelorarbeiten

Deibele, Anna 2010 Reaktive Agression: Ein fMRT-gestützter Geschlechtervergleich
Dittrich, Sandra 2010 Intertrial-Effekte in der crossdimensionalen Suche bei singulären und redundanten Zielreizen
Gerlicher, Anna 2010 Neuronale Korrelate von Numerosität
Harlis, Frauke 2009 Haben Tiere eine Theory of Mind?
Klinghammer, Mathias 2010 Die Wirkung emotionaler Reize auf visuelle Aufmerksamkeitsverläufe unter Anwendung eines neuen Experimentaldesigns
Libeau, Catherine 2010 Strafen oder bestraft werden - neuronale Korrelate aggressiver Interaktionen
Lietz, Melanie 2011 Einfluss der Auslastung des verbalen und des visuell-räumlichen Arbeitsgedächtnisses auf das Informations-Integrations-Kategorielernen
Nickisch, Andrea 2010 Kontingenz- und Kausallernen - Lernen Menschen so viel anders als Tiere
Pfeffer, Thomas 2010 Der Einfluss von Vertrautheit auf Augenbewegungen bei Gesichterwiedererkennung
Scholkmann, Josefine 2011 Die Abhängigkeit der Leistung beim regelbasierten und Informations-Integrations-Lernen von der neuronalen Entwicklung des Präfrontalkortex und des Striatums bei Kindern
Schwefel, Melanie 2011 Der Einfluss von Ängstlichkeit auf kognitive Kontrollfunktionen
Seidel, Kerstin 2011 Ein Leistungsvergleich von Erst- und Viertklässlern in Informations-Integrations-Lernaufgaben
Stübner, Kevin 2010 Interventionen im Kontext Kausalen Lernens und Schlussfolgerns
Thürich, Hannes 2011 Stimmungen und Kategorielernen: Der Einfluss positiver und negativer Stimmung auf das Erlernen von Informationsintegrationsaufgaben
Westphal, Stephanie 2009 Observationales Lernen visueller Kategorien mit und ohne motorische Assoziation

Abgeschlossene Masterarbeiten

Bothe, Johanna 2012 Kontextuelles Cueing bei älteren Probanden - Der Einfluss der Arbeitsgedächtniskapazität
Gerling, Bianka 2011 Wie emotional sind Wörter? Cerebrale Aktivierungen bei emotionalen Adjektiven und deren Modulation durch eine Stimmungsinduktion - Eine fMRT-Studie
Hsu, Chun-Ting 2010 Neural Processing of Pitch Variations in Speech and Music
Kitzmann, Verena 2011 Kognitiver Konflikt unter Arbeitsgedächtnisbelastung
Ludwig, Karin 2011 Persistent Priming by Challenging Visual Perceptions
Pohl, Ina-Maria 2011 Quantity Discrimination in Domestic Dogs
Richter, Anni 2012 Neurobiologie motivierten Verhaltens: Untersuchung der Interaktion von Motivation und Aufmerksamkeit in einem Experiment mit fMRT
Westphal, Stephanie 2011 Konfliktanpassung in der Stroop-Aufgabe: Post-Conflict-Slowing
Letzte Änderung: 05.09.2017 - Ansprechpartner: Webmaster